Posts mit dem Label Feeling werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Feeling werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, August 16, 2010

Die letzten Wochen….

10 Kommentare
in den letzten Wochen ist soviel passiert, ich kann es kaum beschreiben. Ein Thema, was mich mitgenommen hat, ist die Nachricht vom Tod der 21 Leute auf der Loveparade. Noch am Morgen hörte ich Eins Live. Über diesen Radio Sender wurde noch an diesem Morgen eine Freude vermittelt. Alle haben sich gefreut. Ich fuhr dann auf eine Feier mit der Firma und am Abend kam ich zurück. Im Autoradio auf Bayern3 hörte ich nur eine kleine Notiz. 15 Menschen seien gestorben. Wegen einer Massenpanik. Und hunderte verletzte. Die Zahl der toten erhöhte sich noch im laufe des Abends auf 19, dann innerhalb der nächsten 2 Tage auf 21. ich dachte mir: ist das krass. Ich weiß nicht genau, warum mich das so mitgenommen hat. Ich kenne niemanden, der dort war. Trotzdem, weil ich mich gerade an die Freude erinnerte und das tragische Ende. Die Menschen waren jünger als ich. Oder in meinem Alter. Auch irgendwie hm… suspekt.
Ich möchte den Angehörigen hier mein tiefstes Mitleid aussprechen, auch wenn es sie nicht mehr lebendig macht.

So.. das war das traurige. ich habe aber auch viel positives und fröhliches erlebt! Das soll und darf hier nicht fehlen!
a) Freakstock:
Das Freakstock war für mich sehr stressig. Aber nicht so stressig, wie im letzten Jahr. Ich konnte zwischen drin oin den Healingrooms auftanken. Das war soooo gut!! Und auch wichtig. Ich bin dort 2x gewesen. Ferry Kreiß…

Gerade wo ich diese Zeilen schreibe, sitze ich in einem Zug in Richtung Lindau. Bahnhof Buchloe. Der Zug hat kurz nach der Anfahrt eine Vollbremsung hingelegt. Ich fürchte, da wurde jemand überfahren. Hm… gerade weiß ich nicht so wirklich, was ich machen soll. 1000x Feuerwehr, Notarzt und Polizei rennt auf dem Bahnsteig rum. Gerade bringen sie eine Bare. Von meinem Platz aus kann man nicht viel sehen. Den Gesichtern ist nicht zu entnehmen, wie schlimm es ist. Hm… im Zug selber ist die Stimmung komisch. Ein älteres Ehepaar rechts von mir versucht durch das Fenster die neusten News zu erfahren und fangen an mit Spekulationen….
Jetzt kommt ein Rettungswagen… Also scheint es noch nicht katastrophalst ausgegangen zu sein…
…sie haben den Mann auf die Bare gelegt. Er sieht nicht allzu schlimm aus. Er hat einen Gips am rechten Bein. sein linkes blutet ganz leicht. Gerade habe ich einen Hubschrauber gehört…. hm… die Fahrt geht jetzt dann weiter….
Gegenüber von mir sitzt ein kleines Mädel. Sie hat mir grad von dem Tod Ihrer Freundin erzählt, die vom Zug überfahren wurde. Hm… mir fällt nicht ein, wie ich sie trösten kann.
Hm.. ja.. dieser Post ist sehr hm… durcheinander… sorry. Dem Mann ging es gut, soweit man es erkennen konnte, von dem Mädel konnte ich mich verabschieden und bin dann an der nächsten Haltestelle in den nachfolgenden Zug gestiegen, der dann wieder nach Fahrplan fuhr. Mit einer Stunde Verspätung kam ich dann in der Schweiz an…
Aber weiter zum Freakstock.
…und seine Frau haben bei mir mit im Zimmer gepennt. Ich erzählte ihm zwischendrin, wie stressig das Ganze ist und wie es mir geht und so. Er meinte, er sei auch im Team von den Betern mit im Healingroom. Das traf sich gut, weil da wollte ich eh hin. Als ich einen Abend dann dort hin ging, war es schon kurz or Schluss. Ich kam allerdgins gerade erst von einer Tour und konnte nicht früher. Um 21:30 Uhr sollte offiziell Schluss sein. Ich setzte mich und betete. Plötzlich hatte ich so den Eindruck, dass Gott zu mir sagte: “Zieh deine Schuhe aus, du befindest dich auf heiligem Boden”. Hm… dieser Spruch kam mir unglaublich bekannt vor. Nur: ich wunderte mich sehr darüber. Dachte mir: Was ist das jetzt für eine Aktion?? Ich saß neben einer Frau und dachte mir: Hey, ich war den ganzen Tag in meinen Tretern. Was hält die davon, wenn ich jetzt meine Schuhe ausziehe?? Trotzdem: Ich dachte mir: wenn das jetzt so mal wieder ne Prüfung ist, dann bestehen wir die mal. Also fing ich an meine Schuhe langsam und zögerlich auszuziehen – immer den Blick auf den Rest, der da komisch blickte… Aber kein komischer Blick kam. Kurz nachdem ich meine Schuhe ausgezogen hatte, kam ein Mann heraus und meinte, dass sie nur noch für eine Person beten würden. Außer der Frau und meiner Wenigkeit war noch ein Mann dort. Er ging sofort. Ich dachte mir: “Hey Gott, erst lässt du mich die Schuhe ausziehen und vor allen hier zum Blödmann werden und dann jagt der Typ mich da weg! Das kann doch nicht sein!!!” Ich erinnerte mich an die Geschichte von Barthimäus, dem blinden Bettler. Ich dachte mir: Nein, das kann nicht sein. Ich bleibe hier. Und wenn es das letzte ist, was ich tue! Ich fing innerlich an zu schreien und zu weinen, weil ich tierrisch fertig war von allem und einfach nur Ruhe haben wollte und nicht so Spirenzchen. Kaum war ich fertig und hatte Gott alles in die Hand gelegt, trat Ferry aus der Tür. Mit einer leicht bebenden Stimme sagte ich ihm, dass er dafür sorgen soll, dass für mich bitte noch eine Extrarunde eingelegt wird! Ferry erklärte der Frau die Situation und warum es für mich so wichtig war und es wurde für beide noch eine Extrarunde eingelegt. Ich konnte mich endlich richtig fallen lassen. Das tat soooo gut! Seit dem Tag ging es mir auch mit dem Dienst, den ich tat, besser. Ich spürte Freiheit. Mir machte es nicht mehr soviel aus, viel zu verpassen. Ich wusste: bei Gott kann ich nichts verpassen! Er sorgte für mich in der Zeit, die ich hatte. In den freien Minuten. Und selbst die Gespräche wurden Klasse! Nicht verklemmt und mir machte es echt Spaß, die Leute vom und zum Flughafen zu fahren und lernte sie ein Stück weit kennen.
Auf dem Freakstock selbst traf ich auch sonst noch viele Leute, die ich länger nicht gesehen habe oder lernte neue kennen. Das war so schön! Richtig cool! Hat mich so richtig gefreut. Das war so einer der Hauptgründe, warum ich auf das Freakstock gehe. Leute treffen und Zeit mit Gott verbringen.
Leider bekam ich keinen einzigen Workshop oder kein einziges Seminar oder Predigt mit. Sehr schade, weil doch einiges sehr cool gewesen sein soll. Vielleicht sind sie ja bald auf http://www.freakstock.de zu hören.
b) Seit dem 10.8.2010 habe ich nun eine Freundin! Ein richtiges Geschenk. Ich bin mir bei der Sache so sicher, wie noch nie. Es beginnt ein neues, spannendes Abenteuer. Viel mag ich dazu hier nicht sagen. Wenn ihr Fragen habt, könnt ihr sie mir selbst, am besten per Email, stellen.
Mit ihr war ich nun in Italien. Ich komme davon heute erst wieder. Ich bin gerade auf dem Weg von dort in die Arbeit. Es war mal gut von dem ganzen Stress Abstand zu haben. Genau das richtige. Ein paar Bilder vom Strand und von Pisa gibt’s auch :) Nur um euch mal neidisch zu machen :)
Ich war noch nie in Italien. Höchstens einmal durchgefahren. Es war echt spannend. Ich hätte mir das vor 2 oder 3 Wochen niemals erträumen lassen. Gott ist echt gut! Er sorgt! Und das ist echt genial!
Hier die Fotos:

DSC00228 Ein Hummer, der sich vom Weg in den Busch verflüchtigt…









DSC00229
Ein langer Weg führt von der Straße durch ein Naturschutzgebiet zum Strand. Der weg ist bestimmt 1 – 2 km lang. Nur Urwald. Voll schön. Am Ende kommt man zu den Dünen…










DSC00239
Am Strand liegt überall Holz herum. Teilweise sind sie in einem halbrunden Kreis angeordnet. Als sei das mal eine Lagerstätte gewesen oder sowas.







DSC00237 Als wir ankamen, waren wir noch so gut wie alleine. Mit der Zeit wurde es voller… 
Das unheimliche: Keine einzige Frau (außer meiner Freundin) war dort. Es wurden immer mehr. Nachdem uns das zu unheimlich wurde, haben wir schnell das weite gesucht…





DSC00238
Noch einmal das Meer genießen…








Dem Hummer Tschüss sagen…DSC00240










DSC00241


Und ab nach Pisa…

Der dürfte euch bekannt vorkommen…








DSC00252

Nein, wir waren nicht oben… aber das drum herum haben wir uns angeschaut…







DSC00250


Noch ein bisschen drum-herum…




Naja.. in der Kathedrale waren wir drin. Die Fotos sind mit meiner Handykamera aber total verwackelt… War nicht anders zu erwarten… Mal sehen, wann ich mir mal ne neue Digic-Cam anschaffe…
Soo… Das waren die News der letzten Wochen :) Es bleibt spannend…

Sonntag, Januar 20, 2008

Post [Poa:st] den eh keiner liest... [Teil 1]

4 Kommentare
...oder: warum ich Jesus mein Leben zu verdanken habe...

Vorwort:

Manch einer wird sich fragen, warum ich diesen Post schreibe. Ich könnte sagen: "Weil mir langweilig ist". Wäre aber gelogen. Klar, es ist Sonntag Morgen, alles schläft und ich sitze hier allein in der Küche rum. Da denkt man halt mal nach. Trotzdem falsch. Ich schreibe diesen Post aus 2 Gründen:

a) ich möchte mich dran erinnern, was alles in meinem Leben passiert ist

Und warum ich das nicht in mein Tagebuch schreibe:

b) ich möchte anderen von Jesus in meinem Leben erzählen

Letzteres haut wahrscheinlich keinen vom Hocker - deshalb auch die Überschrift - aber für den, der es doch liest, wünsch' ich mir, das er was mitnehmen kann.

OK.

Jetzt mal zum Post:

Letztens sagte jemand zu mir: "Boar krass! Du hast ja riesen Ohren!" Hm... Joar. Das war mir nicht wirklich unbekannt. Derjenige war auch nicht der erste, der das sagte. Irgendwie hab ich mich für einen kleinen Zeitpunkt 12 - 13 Jahre zurück erinnert.

Kapitel 1: Marienschule

Alles begann damit, dass ich aus der Grundschule raus, auf's Gymnasium wechselte. Da war die Welt in der Klasse selber noch in Ordnung. Die Lehrer waren durch die Bank weg nur auf Leistung bezogen, dass die Schüler gar keine Zeit hatten über irgendwas außer Schule nachzudenken. Ich würde behaupten, dass ich nicht wirklich schlecht war - die Lehrer waren da anderer Meinung. Schon blöd, wenn man in der 5. Klasse keine Konversation auf Englisch führen kann. Vor allem als Junge. Das Gymi war kurz vor dem ich auf diese Schule ging noch ein reines Mädchengymnasium. Außerdem ein Nonnen-Gymi. Zucht und Ordnung! Mich hat es schon immer gewundert, dass es dort mehr Lehrer als Lehrerinnen gab... Naja... auf jeden Fall wurde mir eines sehr sehr schnell klar: Schwul waren die nicht.

Nachdem die Mädchen generell um einiges besser abschnitten (abgesehen von denen, die nicht in die Statistik passten oder irgendwie knatsch hatten) verließen die meisten Jungen aus meiner Klasse die Schule. Nach einem Jahr Schule und zuhause nur büffeln und dafür 5er oder 6er kassieren hatte ich auch die Schnauze tierrisch voll. (Ich glaube, das einer übrig blieb, nachdem ich ging).

Kapitel 2: Realschule

Ich wechselte die Schule auf die Realschule. Mit dem Stoff kam ich bestens klar. Ich hatte ja schon das durch gemacht, was die Realschüler erst eine oder 2 Klassen später lernten. Ich hatte in der 6. Klasse glaub mein bestes Zeugnis. Dummerweise fanden meine Mitschüler das irgendwie nicht so prickelnd. Da kam es auch, das sie meine Ohren entdeckten und mich mit allem herunterzogen, wie's irgendwie ging. Bis mein Selbstwert gegen 0 war. Meine Eltern waren Christen. Natürlich bekamen sie mit, was so in der Schule abging. Meine Mum hat oft für mich gebetet und so. Mir war zu dem Zeitpunkt auch klar: Jesus ist der einzige der dir helfen kann. Nur: Es passierte in meinen Augen nix. Das war ganz schön frustrierend.Ich hab schon damals oft Jesus um Hilfe gebeten - oder wenigstens EINEN guten Freund, der mich mal Ausnahmsweise nicht ausnutzt. Den habe ich auch bekommen. Nur an der Situation änderte sich nix.

An mir gab es ja auch jede Menge auszusetzen. Ich hatte Pickel und wusste nicht, was ich noch alles dagegen machen sollte. Große Ohren. Ich spielte nicht, wie die anderen Fußball und hatte nicht die neusten Adidas-klamotten. Hm... ich glaub die besonders irrsinnigen Adidashosen mit den Knöpfen auf ganzer Beinlänge waren grad tierrisch in. Jeder Prollet hatte sie an. In meiner Klasse gab's davon n Haufen.... Ich hab das schon damals nicht verstanden, wie man so'n Kack anziehen kann und sich wundert, dass einem andauernd die Hosen aufgemacht wurden. Diejenigen ärgerten sich natürlich entsprechend. Ich glaub nicht mal die Mädels fanden das in irgendeiner Weise anziehend - aber da drauf hab ich eh nicht so geachtet. Ich war ja eh hässlich und so... Das dumme war: ich wusste nicht, wie ich mich hätte dagegen wehren sollen. Wenn mir einer Dumm kommt und ich ihn irgendwann zusammenschlage, kommen gleich 10 und polieren mir die fresse. Das war Praxiserprobt. Außerdem war ich eh normalerweise recht friedlebend und versuchte immer alles zu klären. Das war irgendwie meine Natur und hatte damit arge Probleme. Vor allem: Ich hatte immer eingebleut bekommen, das man dieses und jenes nicht darf. Ich bin oft heulend von der Schule gekommen, weil ich wieder in irgendeiner Mülltonne gelandet bin oder sonst wie, und aus welchen Gründen auch immer, zusammengeschlagen worden bin. Meine Noten wurden von Halbjahr zu Halbjahr schlechter. In der Klasse habe ich mich irgendwie versucht über Wasser zu halten. Irgendwie hab ich es auch geschafft, dass mich die Leute irgendwie akzeptieren und ich mit ein paar wenigen verstand. (Der Volständigkeit halber sei erwähnt, das ich von Anfang an - ich nenne sie mal "Kumpels" hatte - also Leute, mit denen man irgendwie was unternimmt oder so. Aber das wars. Davon hatte ich eins bis 3 - das variierte immer...) Naja... ich hatte die Außenseiterrolle auch nicht mehr ganz alleine, weil einige doch merkten, dass, wenn sie mich fertig machen und sich dadurch besser darstellen, als sie sind, nicht besser werden. So ging das hin- und her. Ich hatte auf Schule schon lange keinen Bock mehr. Das anfreunden mit dem "Feind" - also nach dem Motto, verbünde dich mit dem was du nicht besiegen kannst, hat auch nicht so recht funktioniert. So blieben mir 3 Freunde in dem Dorf, wo ich aufgewachsen bin und die von dem ganzen Scheiß in der Schule nix mitbekamen.

Aus irgendeinem Grund bin ich aber irgendwie nie sitzen geblieben. Also war ich echt schnell froh, das die Schule rum war. Nur n Job hab ich mit den Zeugnissen auch nicht bekommen. Die Tante vom Arbeitsamt (liebevoll AA genannt) wollte unbedingt, das ich eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann mache. "Das ist das, was mit ihrem Zeugnis einigermaßen drin ist". Auf dem Ohr "ich will aber was anderes" hörte sie wohl nicht so recht. Ich hab mir gedacht: Den Job der Tante auf dem Stuhl, kannste auch. Nein, aber ich wollte was mit Computern machen. Und das hieß nicht: Vorm Schreibtisch sitzen und Statistiken oder Papierkram in'n PC eintippeln. Meine Informatiklehrerin und die Tante vom AA kannten sich gut und waren auch da einer Meinung. "Du und Informatik? Schau dir mal deine Noten an! Vor allem Mathe!"Ich machte einen Einstellungstest nach dem anderen. Ausbildungsplätze waren rar und die Methoden de Firmen nicht grad prickelnd. Meine Eltern meinten eines Tages: "Sollen wir dich an der Kaufmannsschule anmelden?" Ich meinte dazu: ist mir egal. Mir fällt eh nix besseres ein. Kaufmann will ich zwar nicht werden, aber BWL war nie schlecht, das zu lernen und evtl. bekommst du ein besseres Fachabi als den jetzigen Realschulabschluss. Hast nix zu verlieren.

Kapitel 3: Und Jesus?

Inzwischen habe ich mich ein 2tes oder 3. Mal bekehrt um irgendwie eine Besserung in meinem Leben herbei zu führen. Das war für mich irgendwie das einzige, was mir plausibel erschien, was hilft. Wenn mein Vater (Polizeibeamter) mich mit Drogen erwischt hätte, wüsste ich nicht, was mit mir passiert wäre. Außerdem habe ich durch dass, was mein Vater manchmal erzählte mitbekommen, dass das auch nur Probleme macht. Alkohol mochte ich auch nicht besonders. Und irgendwie klang das mit dem Jesus auch immer ganz gut... Ich wurde jeden Sonntag in die Kirche geschleift - auch wenn ich nicht wollte. Dadurch, das einer aus der Gemeinde auch in meiner Klasse war, und ich ihn dann Sonntags besuchen konnte (das war einer dieser "Kumpels" - wobei ich ihn auch als Freund betiteln könnte - das war so ein Zwischending) hab ich mich nur zur Wehr gesetzt, wenn ich wusste, das er nicht da ist bzw. ich als einziger von der Jungschar oder Jugend in der Gemeinde saß. Von dem was der Pastor so erzählt hat, habe ich das wenigste verstanden - auch wenn es sich irgendwie nicht falsch anhörte - nur langweilig war's allemal.

Warum, wenn alles so mies war, bekehrte ich mich dann? Bzw. wollte an Jesus festhalten? Das Leben läuft scheiße, in die Kirche ging ich auch nur um zu kickern oder wegen Freunden. Auch, damit ich vor dem nächsten Kaffeeklatsch flüchten konnte...

Anfangs habe ich viel gehört. Ich wurde geprägt. Viel erlebt mit Jesus habe ich bis dahin noch nicht. Aber irgendwie wurde ich das Gefühl nicht los, das Jesus, obwohl alles so kacke war, trotzdem da war und auf mich aufpasste. Ich wollte weglaufen. Von allem. Aber es funktionierte nicht. Ich kam immer wieder an einen Punkt, wo ich nur noch über die Klippe springen konnte oder nochmal versuchen konnte, mein Leben auf die Reihe zu bringen. Nur eines war mir dann klar: alleine kann ich das nicht. Das Leben ist viel zu verkorkst. Und ich war grad mal 14. Das komische war: hab ich mich dran gehalten, was so in der Bibel steht, lief's einigermaßen. Hab ich's nach eigenem brödeln versucht, lief's absolut nicht. Ich merkte: Ich bin abhängig. Also: Okay. Ich kann das kack Leben nicht meistern. Bitte, dann fahr du. Zu verlieren hab ich mal wieder eh nix.

Kapitel 4: neue Schule, neues Glück

Der Wechsel von Realschule zur Kaufmannsschule war wie ein Bruch. Ich kannte dort keinen einzigen. Das gute daran: mich, und meine Vergangenheit kannte auch keiner. Es wusste keiner, das ich Außenseiter war und Klassenclown und... und... und... Aber: sie fanden es sehr schnell heraus. Das komische daran war: sie reagierten ganz anders, als ich erwartete. Ich erwartete, dass das Spiel von vorne los geht. Ich wieder in er Ecke sitz und das war's. Aber: hier war was anders. Hier fand' ich dass, wovon in der Kirche immer nur gepredigt wurde: ich fühlte mich angenommen. Es erinnerte mich irgendwie an Forrest Gump. Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel. Auch überhaupt habe ich viele Filme und die Personen darin als Vorbilder. Ich habe geloost von vorn bis hinten. Trotzdem tat das dem, dass die anderen mich respektierten, keinen Abbruch. Ich wurde das erste Mal respektiert. Es wurde nicht nur akzeptiert, dass ich da war. Man, das war ein Stück Freiheit. Endlich mal was erfahren von dem, was Jesus in seinen Gleichnissen und so erzählt. Endlich mal nicht nur hören, sondern auch fühlen, das man lebt und so - dass andere mit einem was zu tun haben wollen. Was habe ich daraus gelernt: es ist scheiß egal, wie ein Mensch aussieht oder heißt, oder was er tut. Er ist trotzdem ein geliebtes Kind. Ich konnte mir das mit der Liebe aus der Bibel nie plastisch vorstellen. Warum bitte, soll Gott mich lieben? Was hat er an mir? Und überhaupt... es zählt doch eh nur dass, was man so anfassen kann und so. Naja... in der Klasse habe ich ein Beispiel gefunden. Und ich habe herausgefunden, das Gott sich nicht in Mauern eingrenzen lässt. Es kann noch so fromm sein und doch so kalt. Es kann sich noch so christlich anhören, aber doch so tödlich sein. Ich habe gelernt: Nicht der Stempel "Christ" macht einem zum Christen. Sondern dass, was in einem lebt. Ich habe wieder Selbstwertgefühl bekommen, und dass nur, weil ich Liebe bekam, wo ich keine erwartet habe. Ich habe gelernt, dass es nicht darauf ankommt, wie oft ich, in welche Kirche gehe. Es kommt darauf an, wie ich lebe. Suche ich Gott? Für die meisten wird sich das komisch anhören, dass ich von einem Umgang in der Klasse auf Gott, seine Existenz und seinen Willen schließe.
Dazu ein Wort:
Ich habe in der Bibel gelesen, wie das mit der Liebe ist. Jesus hat von einem Leben in Liebe geredet und das habe ich gesucht. Ich konnte mir kaum vorstellen, dass so etwas überhaupt existiert.

Das war Teil 1....

Teil 2 is in Arbeit... mal sehen, wann ich den zu Ende schreib...

Dienstag, Dezember 05, 2006

Abstellgleis

10 Kommentare
Hm... irgendwie gibt's viele Personen, bei denen ich mich so fühle, wie bei einem Abstellgleis. Mal abgestellt. Und wenn man's wieder braucht wird's dann geholt. :( Aber eigentlich bin ich dem dann doch scheiß-egal. Oder komm ich mir nur so vor? Auf jeden Fall ist das Gefühl zum Kotzen.

Mittwoch, September 27, 2006

hm... Wasser.. Wellen.. Sturm... irgendwie so...

3 Kommentare
Ganz schnell wird aus der Qual der Wahl eine Liane zum dranhängen...

Ich spiel doch so gerne Tarzan...

Also mal auf deutsch:

Habe gestern mit meinem Chef geredet, der mir gesagt hat, das cih nur bis Ende Dezember in der Firma bin. Das heißt: Ich brauche unbedingt n neuen Job, weil bis Dezember schaff ich es nicht genug für Australien zu sparen...

Dann bin ich heute morgen meinem Vermieter begegnet, der mich darauf hingewiesen hat / besser gesagt gefragt hat, wie die Lage momentan aussieht. Die Lage ist:

Die Wohnung ist zum 15.10. gekündigt - allerdings muss ich zum ersten OPktober raus, da noch einiges gemacht werden muss....

Äh ja.... der 01.10. ist ähm... Samstag? Oops... Ich hab noch keine neue Wohnung...

Was mich allerdings nicht so stören würde, wenn ide Beziehung zu Gott rihcitg funktionieren würde, was sie momentan wohl auch nicht so tut....

Ich komme an den Punkt, wo ich quasi mehr oder weniger unhandlungsfähig werde, weil ich irgendwie falsch kalkuliert habe / bzw. bi der Kalkulation von anderen Umständen ausgegangen bin.

Und nun kommt mir das so vor, als würde ich Gott irgendwie ein wenig ausnutzen... So a la Automat...


Auf der anderen Seite: mir bleibt nichts anderes über, als auf ihn zu vertrauen, das er irgendwas macht. Ich kann nur lernen. Lernen auf Gott zu vertrauen. Irgendwie ist dass das A und O. Weil mehr geht nicht.